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2003 war sie als Quereinsteigerin die erste Frau im Präsidium der Wirtschaftskammer Oberösterreich.  Am 25. Juni legt Ulrike Rabmer-Koller ihre Funktionen in der Interessenvertretung der Unternehmen zurück.

Schon jetzt konzentriert sie sich wieder voll auf ihr Unternehmen. Ein Schwerpunkt des Unternehmens mit 110 Mitarbeitern ist neben der Rohrsanierung die Energiegewinnung aus Abwasser. „Abwasser zählt zu alternativen Energieträgern. 12 Prozent des Abwassers können zur Energiegewinnung für Heizen und Kühlen von Häusern gewonnen werden“, sagt sie. Umwelttechnologie als Symbol für die Verbindung von Ökologie und Ökonomie werde in der Wiederaufbauphase der Wirtschaft an eminenter Bedeutung gewinnen.

Rabmer-Koller hat in Oberösterreich am Aufbau des Cleantech-Clusters federführend mitgewirkt und davor bei „Frau in der Wirtschaft“ dazu beigetragen, dass „Frauen als Unternehmerinnen besser sichtbar werden“. Sie selbst war in mehreren Funktionen präsent. Auch als Chefin von SME United, das sie in den vergangenen vier Jahren neu strukturierte und umbenannte. Rabmer-Koller selbst hat an der EU-Industriestrategie mitgearbeitet. „Dass wir schon damals beschlossen haben, dass Wertschöpfungsketten in Europa vollständig abgebildet sein müssen und Schlüsseltechnologien nicht ans Ausland verkauft werden dürfen, hat sich jetzt bestätigt“, sagt Rabmer-Koller, die auch Chefin des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger war. „Meine Pläne zur Zusammenlegung der Kassen hat die Regierung Kurz umgesetzt“, sagt sie nicht ohne Stolz.

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