Erhöhte Schwellenwerte für die Vergabe öffentlicher Aufträge bis 2020 verlängert:

Das bringt schnelle Erledigung der Aufträge und weniger Verwaltungsaufwand.

WiR stärken die Wirtschaft in der Region!  

Der Wirtschaftsbund setzt sich vermehrt für die Anliegen der regionalen Betriebe ein. Damit die regionale Wirtschaft weiterhin die Nahversorgung gewährleisten kann, benötigen unsere Betriebe öffentliche Aufträge des Landes, der Kommunen und ihrer nachgelagerten Organisationen. Es ist notwendig den laut Bundesvergabegesetz festgelegten Auftragswert im Unterschwellenbereich in Form eines nicht offenen Verfahrens – ohne vorherige Bekanntmachung – in der eigenen Region vergeben zu können. Umso erfreulicher ist die erneute Verlängerung für die erhöhten Schwellenwerte - bis zu einem Auftragswert von 100.000 Euro - bei Vergabe öffentlicher Aufträge. Bauaufträge bis zu einem Wert von 1 Mio. Euro können nach wie vor im nicht offenen Verfahren ohne vorherige Bekanntmachung vergeben werden. Die Regelung gilt nun bis Ende 2020. Die Verordnung ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Unternehmertum und öffentlicher Hand, die wesentliche Impulse für Betriebe und Gemeinden, also eine win-win-Situation mit sich bringt: schnelle Erledigung der Aufträge und weniger Verwaltungsaufwand. 

Wir begrüßen das als eine enorm wichtige Maßnahme zur Stärkung der regionalen Konjunktur. Die verstärkte Nachfrage nach Leistungen regionaler Betriebe bringt eine Fülle von erfreulichen Effekten: Sie fördert die Investitionen in die betriebliche Infrastruktur, wirkt sich positiv auf die Zahl der Arbeits- und Ausbildungsplätze aus, erhöht damit die Kaufkraft und generiert wiederum höhere Steuern und Abgaben.“, zeigt sich WB-Landesobfrau und Präsidentin Doris Hummer sehr erfreut über diesen Schritt der Bundesregierung.
 
Diese Verordnung hat sich sehr gut bewährt und die Erfahrungen in den letzten Jahren sind durchwegs positiv. Die verstärkte Nachfrage nach Leistungen regionaler Betriebe bringt eine Fülle von erfreulichen Effekten: Sie fördert die Investitionen in die betriebliche Infrastruktur, wirkt sich positiv auf die Zahl der Arbeits- und Ausbildungsplätze aus, erhöht damit die Kaufkraft und generiert wiederum höhere Steuern und Abgaben.
 

Bestbieterprinzip

Wir möchten auch noch einmal auf die Gesetzesänderung des Billigst- auf das Bestbieterprinzip in Erinnerung rufen. Nicht immer ist der Billigste der Beste. Speziell wenn es um Serviceleistungen vor Ort geht. Es können hierbei Qualitätskriterien in der Auftragsvergabe gewichtet werden. Damit entscheidet nicht der Preis allein über den Zuschlag, sondern zumindest ein weiteres Kriterium, dem ein Bewertungsverhältnis mit zB. 80:20 zugewiesen wird. Beim Bestbieterprinzip zählt der Grad der Erfüllung der Zuschlagskriterien und bildet die Basis für die Zuschlagsentscheidung. Im Sinne einer transparenten Vergabe sind diese und deren Reihung in den Ausschreibungsunterlagen anzugeben. Als mögliche Zuschlagskriterien können dabei Lieferfristen, Betriebskosten, Preis, Qualität, Ausführungsdauer, Versorgungssicherheit etc. verstanden werden.

In der Praxis bedeutet dies, dass zum Beispiel ein Installateur oder eine Heizungstechnikfirma, die prompt vor Ort einen Defekt beheben kann, mehr Punkte erhält, als ein Anbieter dessen Anreise mehrere Stunden beträgt. Damit wären gleiche Bedingungen für alle BewerberInnen geschaffen.

Wir appellieren an alle, bewusst bei den Unternehmen in der eigenen Region zu Kaufen und Geschäfte mit den heimischen Betrieben abzuwickeln. Wir alle sind dafür verantwortlich, dass es unseren regionalen Betrieben gut geht und der Standort gesichert wird.