Arbeitszeitflexibilisierung

Unser Einsatz hat sich ausgezahlt!

Österreich hat seit 1. September flexible Arbeitszeiten!

Das von uns geforderte moderne, zeitgemäße Arbeitszeitgesetz wurde im Nationalrat beschlossen. Das künftige „Mehr an Möglichkeiten“ im Bereich der Arbeitszeiten liegt im Interesse aller und wird sowohl die Arbeitszufriedenheit spürbar erhöhen als auch die Betriebe noch konkurrenzfähiger machen. Flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten im Arbeitszeitbereich sind außerdem ein gutes Mittel, den akuten Arbeitskräftemangel zumindest etwas zu lindern.

Flexible Arbeitszeiten bringen...

  • mehr Zeit für Familie und Hobbies
  • eine bessere Vereinbarkeit von Familie & Beruf
  • mehr Zeit für berufliche Weiterbildung & freiwillige Tätigkeiten

Durch flexible Arbeitszeiten...

  • werden Arbeitsplätze gesichert
  • wird Wohlstand geschaffen
  • wird der Standort gestärkt
  • wird die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt

Die Fakten:

Flexible Arbeitszeiten sind nicht nur ein zentrales Anliegen unserer Betriebe. Sondern auch ein Thema für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In einer Market-Umfrage (2018) geben 73 % der heimischen Arbeitnehmer an, dass sie flexibel und bereit sind, phasenweise länger zu arbeiten. Sie schätzen flexible Arbeitszeiten als eindeutig positiv ein. 78 % der Arbeitnehmer in Österreich sind davon überzeugt, dass flexible Arbeitszeiten ihre Jobs sichern.

Die Tatsachen:

  • Der 8-Stunden-Tag und die 40-Stunden-Woche bleiben erhalten. Es gibt weder einen generellen 12-Stunden-Tag, noch eine generelle 60-Stunden-Woche.
  • Fallweise dürfen bis zu 12 Stunden gearbeitet werden - in einem Zeitraum von 17 Wochen darf die durchschnittliche Arbeitszeit 48 Wochenstunden nicht überschreiten.
  • Die 11. und 12. Stunde sind grundsätzlich Überstunden mit Zuschlag.
  • Die besonderen Gleitzeitregeln bleiben erhalten. Der 8-Stunden-Tag bleibt auch hier die Regel.  
  • Die Höchst- und Normalarbeitszeit für selbstbestimmtes Arbeiten wird künftig von bisher 10 auf 12 Stunden erhöht
  • Dadurch wird es leichter, Zeitguthaben zu erwerben und diese geblockt zu konsumieren - dies ermöglicht eine 4-Tage-Woche.
  • Bei selbstbestimmtem Arbeiten innerhalb dieser Grenzen fallen keine Überstundenzuschläge an.
  • Zuschläge gibt es jetzt und in Zukunft in zwei Fällen:
    » Bei dauerhafter Mehrarbeit (wenn Zeitguthaben nicht abgebaut und nicht übertragen werden können
    » und wenn der Arbeitgeber Überstunden anordnet (dann fehlt die Selbstbestimmung).

Eine kompakte Zusammenfassung zum Thema finden Sie auf folgendem Fact-Sheet hier.
Alle Fakten und Mythen finden Sie in folgendem PDF hier.


Daten und Fakten versus Märchen und Mythen

Hier fassen wir noch einmal zusammen, was die Fakten sind und welche Märchen und Mythen den Menschen vor der Umsetzung aufgetischt wurden.


MYTHOS

„Unternehmen ist egal was, Mitarbeiter denken.“ 

RICHTIG IST

Arbeitgeber wissen, dass ein Betrieb nur erfolgreich ist, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenarbeiten.
75% der Österreicher sagen, dass aufgrund des internationalen Wettbewerbs Unternehmen und Mitarbeiter heute flexibler sein müssen als früher.  
76% der Arbeitnehmer können sich vorstellen einen Zeitpolster aufzubauen, um dann mehr Freizeit an einem Stück zu haben (GfK-Studie 2018).


MYTHOS

„Die 60h Woche wird zum Normalfall.“ 

RICHTIG IST

Die 40-Stunden-Woche bleibt die Regel! Auch in Zukunft!
Die in den Kollektivverträgen ausgehandelte Wochennormalarbeitszeit darf auch in Zukunft im Durchschnitt nicht überschritten werden. Ansonsten dürfen, wie bisher, im Durchschnitt in der Woche nicht mehr als 48 Stunden gearbeitet werden. (EU-Regelung)


MYTHOS

„Das Ablehungsrecht bei Überstunden ist nur "Fake".“ 

RICHTIG IST

Im Regelfall hat immer die gemeinschaftliche Einigung im Betrieb Vorrang. Wenn nicht, gibt es ein Ablehungsrecht bei überwiegendem persönlichen Interesse des Mitarbeiters z. B. wenn man seinen Kinderbetreuungspflichten nachkommen muss oder zum Arzt muss.
Überstunden können auch weiterhin nicht einfach so angeordnet werden. Sie müssen betriebsnotwendig sein.


MYTHOS

„Jetzt müssen wir alle ständig Überstunden machen.“ 

RICHTIG IST

Überstunden dürfen nur angeordnet werden, wenn sie betriebsnotwendig sind und es nciht anders geht.
In der Industrie arbeiten schon jetzt 41% aller Betriebe "flexibel", also in Ausnahmefällen bis zu 60 Stunden in der Woche und weniger in anderen Wochen. Ergebnis: Die Einkommen sind über dem Durchschnitt und Österreich hat eine international wettbewerbsfähige Industrie.


MYTHOS

„Die 4-Tage-Woche gibt es doch schon.“ 

RICHTIG IST

Nur unter erschwerten Bedingungen und mit viel Bürokratie.
Mit flexiblen Arbeitszeiten kann auf Bedürfnisse der Mitarbeiter schneller und unbürokratischer reagiert werden.
Beispiel: Last Minute Kurzurlaub Fr-So -> Mo 8 - Di 12 - Mi 8 - Do 12 - Fr 0


MYTHOS

„Noch nie wurde ein Auftrag nicht erledigt, wegen "Inflexibilität" bei den Arbeitszeiten.“ 

RICHTIG IST

Früher waren Aufträge länger im Voraus planbar.
Heute kommt ein Auftrag rein und muss so rasch als möglich abgearbeitet werden. Sonst bekommt die Konkurrenz im Ausland den Auftrag. Die Wirtschaft ist internationaler geworden und Transportkosten spielen kaum eine Rolle. Es geht neben hoher Qualität auch immer mehr um die Flexibilität bei der Produktion. Das sichert heimische Arbeitsplätze.


MYTHOS

„Zuschläge fallen weg.“ 

RICHTIG IST

An den Zuschlägen hat sich nichts geändert, das ist nach wie vor Sache der Kollektivverträge, die unangetastet bleiben.
Angeordnete Überstunden werden auch bei Gleitzeit bezahlt.


MYTHOS

„Der 12-Stunden-Tag wird zur Regel.“ 

RICHTIG IST

Der 12-Stunden-Tag bleibt die Ausnahme!
Nicht länger, sondern anders arbeiten. Das bedeutet die Möglichkeit einer flexibleren Verteilung der Arbeitszeit. Die tägliche Normalarbeitszeit beträgt auch in Zukunft 8 Stunden.


MYTHOS

„Die Tourismusbranche verliert dadurch an Attraktivität.“ 

RICHTIG IST

Gerade von Mitarbeitern in Saisonbetrieben ist der Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten stark spürbar.


MYTHOS

„Bei Gleitzeit kann der Chef Arbeitszeiten diktieren.“ 

RICHTIG IST

Bei Gleitzeit bestimmt der Arbeitnehmer wann er zu arbeiten beginnt und wann er aufhört. Bei Zeitguthaben kann er sich Zeitausgleich nehmen oder es werden am Ende der Gleitzeitperiode die Überstunden + Zuschläge ausbezahlt.
Angeordnete Überstunden werden auch bei Gleitzeit bezahlt.


Wir wollen Ihre Meinung wissen:

Sind auch Sie für flexible Arbeitszeiten?
Hier geht’s zur Abstimmung: https://mitmachen.wirtschaftsbund.at/arbeitszeitflexibilisierung


Wer bisher schon 12 Stunden arbeiten darf

Ein Arbeitstag von bis zu 12 Stunden ist für viele Berufsgruppen in Österreich schon heute eine Selbstverständlichkeit. Dazu gehören: